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Collabs lohnen sich für alle

Auch andere Getränkehersteller können von Collabs profitieren

Zahnräder von oben zu sehen.

Der Gedanke des Collaboration Brews ist größer als man zunächst denken mag. Denn es müssen nicht immer zwei Brauer gemeinsame Sache machen. Auch Experten aus unterschiedlichen Branchen können sich zusammentun und gemeinsam neue Produkte kreieren.

Egal ob Brauer oder Winzer, Brenner oder Kelterer - jeder hat sein Spezialwissen und sein Steckenpferd. Im Idealfall lernen beide voneinander und am Ende entsteht ein Getränk, was mehr ist als die Summe seiner Teile. Ein paar besonders spannende Kollaborationen stellen wir hier vor.

Bier und Gin

Ein Bier mit Kräuterauszügen - kann das gutgehen? Es kann! Die Stiegl Brauerei in Salzburg hat gemeinsam mit dem Spirituosen-Hersteller Fine Austrian Whisky genau das entwickelt: ein Gin-Style IPA, genannt „Ginder“. Es vereint auf beste Weise den fruchtig-hopfigen Geschmack eines IPAs mit den charakteristischen Kräuternoten von Gin. 

Bier und Whisky

Whisky ist im Prinzip nichts anderes als destilliertes Bier. Warum also nicht beide Getränke vereinen? Das „Friends Beer“ der Brauerei Rittmayer durfte sechs Monate lang in sogenannten Quarter Cask Fässern der Whisky-Destillerie Laphroaig reifen. Danach strotzte das Spezialbier vor Rauch- und Torfaroma. Auch das Bier „Smokey George“ ist mit Hilfe der schottischen Kollegen“ entstanden. Hier kam beim Brauen über Torffeuer getrocknetes Malz aus den schottischen Highlands zum Einsatz.

Bier und Sekt

Beim Anblick der Flasche denkt jeder zuerst an Schaumwein. Die Form, das Etikett, der echte Kork im Flaschenhals. Dabei handelt es sich um den „Rieder Edelbock“, ein Weißbierbock der Brauerei Ried, die dafür mit der Sektkellerei Szigeti zusammengearbeitet hat. Das Ergebnis ist ein versektetes Bier. Dank Flaschengärung mit französischer Hefer besticht es mit feinen, champagnergleichen Perlen.

Bier und Wein

Auch Winzer können sich an das Thema Bier heranwagen, wie die fränkische Winzervereinigung mit ihrem „SuperleichtesHelles“ beweist. Zu einer absichtlich schlanken Würze, gebraut von Albertshöfer Sternbräu, wurden nach dem Abkühlen 20 Prozent Most hinzugegeben. Nach drei Wochen Gärung und dem anschließenden Hopfenstopfen war der Bier-Wein-Hybrid fertig.