• Fachbeitrag
  • Unternehmertum
  • Europa
  • Bier

Craft Beer in Moskau

Die Craft-Beer-Szene in Moskau saugt intensiv alles auf, was die neue Weltbierkultur an Trends hervorbringt – immer auf der Suche nach dem nächsten Flavour. Biersommelière Sylvia Kopp nimmt uns mit in die faszinierende Metropole und zu den Protagonisten der russischen Craft-Beer-Revolution.

Bier-Bar in russischer Restaurantkette Edle Restaurantketten in Moskau schmücken sich mit belgischen und anderen westeuropäischen Bierspezialitäten (Foto: Sylvia Kopp)
Riesige Bierauswahl in russischem SupermarktMegastore für Bier in Moskau: Beru Vyhodnoy hat das Zeug zum größten Bierfachgeschäft in ganz Europa (Foto: Beru Vyhodnoy)

Dynamische Craft-Beer-Szene in russischer Hauptstadt

Ich spreche kein Russisch. Die meisten Russen verstehen kein Englisch. Die Kommunikation fand deshalb unter erschwerten Bedingungen statt, aber glücklicherweise hat Vadim Kamkalov, Miteigentümer der Protokoll Bar in Berlin mir geholfen, Kontakt aufzunehmen. Er hat mich ermutigt: „Die russische Craft-Beer-Bewegung ist in kurzer Zeit zu einer dynamischen Szene mit internationaler Ausstrahlung angewachsen, völlig eigenständig ohne staatliche Subventionen.“ 

Allein in der Moskauer Region zählt man um die 65 Craft Brauereien, in Sankt Petersburg um die 45. Beide Städte stehen in immerwährender Konkurrenz zueinander – auch beim Craft Beer. Die Petersburger meinen, ihre Stadt sei das Epizentrum der russischen Craft-Beer-Bewegung: „Hier werden Trends gemacht.“ Doch Eugen Smirnoff winkt ab, Trends könnten heute überall entstehen dank Social Media. Er lässt keinen Zweifel, Moskau ist die russische Craft-Beer-Hauptstadt: „Russische Brauer, klein und groß, träumen davon, in Moskau zu sein“, so Smirnoff. „Es ist unmöglich, berühmt zu werden, wenn man nicht in Moskau präsent ist.“ 
Vadim Gurov (l.) und sein Braumeister Alex KorobkovVadim Gurov (l.), Miteigentümer von Zagovor, und sein Braumeister Alex Korobkov mit einer tankfrischen Juicy & Hazy-Probe (Foto: Sylvia Kopp)

Zagovor-Brauerei: sesshafte Gypsy-Brauer

Alle Brauer wollen in Moskau sein, kaum einer kann sich das Stadtzentrum leisten. Da hat es die Zagovor-Brauerei gut getroffen. Ihre Braustätte liegt im Norden im Vorort Mytischtschi, nur eine Autostunde vom Zentrum entfernt.

Vadim Gurov hat die Brauerei 2014 zusammen mit fünf Freunden gegründet – Punkrock-Fans, die gemeinsam zu Konzerten in fremde Länder pilgerten. An Silvester 2013 in Australien hatte einer von ihnen die Eingebung: „Wir sollten Bier brauen.“ Im Mai 2014 machten sie sich bei öffentlichen Heimbrau-Vorführungen schlau, brauten zu Hause, und schon im August starteten sie ihr kommerzielles „Komplott“ (Deutsch für „Zagovor“), damals noch als Gypsy-Brauer.

Dabei waren die sechs ursprünglich nicht auf Craft Beer gepolt. „Wir mochten Bier“, erzählt Vadim. Punkt. Brewdogs Punk IPA (of course!) hatten sie mal probiert, die Biere der kalifornischen Kultbrauerei Russian River irgendwo, irgendwann auf ihren Punkrock-Kreuzzügen auch. Erst die neu entstehende Heimbrauer-Szene, die sich im damaligen Brewpub 1516 traf, und einheimische Erzeugnisse wie Red Machine – ein klassisches IPA der Moskauer Craft Beer-Pioniere Victory Art, schon damals mit 65 IBU – brachten sie auf die extrem gehopfte Spur.
 

 

Blick auf die Bar im Rule TaproomMehrere hundert Craft-Beer-Bars gibt es inzwischen alleine in Moskau – darunter auch der Rule Taproom von Zagovor (Foto: Sylvia Kopp)

Craft-Beer-Boom in Moskau

Seit ihrer Gründung hat sich viel verändert: „Vor fünf Jahren waren die meisten noch Gypsy-Brauer. Es gab kaum Bier, weder Läden noch Rohstoffe. Heute floriert eine ganze Branche ums Craft Beer“, so Vadim. Beispielsweise hätten sie damals mit Trockenhefe vorliebnehmen müssen, wenn sie nicht kühn genug gewesen wären, Kulturen von White Labs aus Kopenhagen über die Grenze zu bringen. Mittlerweile gebe es inländische Zulieferer nicht nur für Flüssighefe, mehrere hundert Läden und Bars allein in Moskau (darunter Zagovors Rule Taproom und Dogma Bottle Shop) sowie Geldgeber, die in Anlagen investieren.

Wir stehen zwischen neun zylindrokonischen Gärtanks, Gesamtkapazität 300 hl, hinter uns das 10-hl-Sudhaus vom russischen Anlagenbauer Nomas. Mit Hilfe von zwei Investoren, die heute Miteigentümer sind, konnte Zagovor 2016 die eigene Braustätte errichten. Neben dem Grundsortiment aus sechs Sorten hat Braumeister Alex Korobkov 2019 hier zusätzlich 30 Sondersude und 20 Kollaborationsbiere produziert. Mit diesem eng getakteten Sudfahrplan bringt es Zagovor auf über 4000 Hektoliter im Jahr. 90 Prozent des Ausstoßes ist Fassware, der Rest wird mit Hilfe eines mobilen Services zweimal pro Monat in Dosen abgefüllt.

Wir aber trinken direkt vom Tank: Alex zwickelt uns erst das köstliche Milk Stout Stoner, ein Erstlingswerk (2014) aus dem Zagovor-Standardsortiment. Dann das NEIPA Foggy Notion, 6,8 Vol.-Prozent, kaltgehopft mit Citra, Galaxy und Motueka. Sensationell! 

„Ich will supergute Biere für uns. Wir wollen die Qualität und den Geschmack unserer Biere sicherstellen“, beschreibt Alex seine Ziele. „Wir werden nicht an Rohstoffen sparen.“ Er möchte neue Flavours entwickeln, mehr mit Wild Ales und Fassausbau experimentieren, den Absatz in Russland und Europa ausbauen und möglichst verdoppeln.

 
BierkarteRiesige Bierauswahl im Rule Taproom von Zagovor (Foto: Sylvia Kopp)

Kooperation mit Protokoll Bar in Berlin

Die Einladungen zu Bierfestivals in Europa, Asien und Australien und die Zusammenarbeit mit dem dänischen Importeur für europaweiten Beer-Geek-Bedarf Drikkeriget mögen da helfen – sowie die Partnerschaft mit der Protokoll Bar. „Protokoll ist unser Außenstützpunkt und unsere Botschaft für russische Craft Brauer in Westeuropa“, sagt Vadim Gurov. 

Wie Vadim erläutert, will Zagovor für „trendy Biere“ stehen. Sie haben das nach eigenen Aussagen erste NEIPA in Russland bereits 2016 lanciert (Blast Beat, 8 Vol.-%, Simcoe, Citra und Cascade) und stoßen im Vier-Wochen-Takt nicht enden wollende IPA-Variationen aus: Triple und Double NEIPAs, Milkshake IPA, kaltgehopft mit und ohne Lupulinpuder, abgerundet mit Lactose. Ebenso stehen Stouts und Porter auf dem Sudplan: zum Beispiel als Imperial-, Nitro- oder Pastry-Variante sowie diverse saure Biere mit Fruchtzugaben oder mit Hopfen.

Überhaupt gehören hippe Hopfensorten zum Erfolgsrezept: 2019 war Idaho 7 groß, nun ist Sabro im Rennen. Alex schüttelt den Kopf: „Es gibt ständig neue Flavours – die ganze Zeit.“ Intensiv, exzessiv – so ist die russische Szene.

 
Andrei Ivanov (l.) und Ren Sharafview vor Biergläsern mit verschiedenen Bieren, bereit für eine VerkostungTasting mit Stamm-Chef Andrei Ivanov (l.) und Marketing-Mann Ren Sharafiev (Foto: Sylvia Kopp)

Stamm Brewing: Brauen als Hochleistungssport

Fluch oder Segen? „Die Leute, die unser Bier trinken, wollen Überraschungen. Wir überraschen sie“, sagt Andrei Ivanov, Co-Gründer und Chef-Brauer von Stamm Brewing. „Es ist wie ein sportlicher Wettkampf.“

Der Austragungsort ist das Netzwerk Untappd.com, Wertungsrichter sind die User. Zu Andreis Zielen gehört es, mit seinen Bieren das Ranking anzuführen. Auf die Plätze, fertig, los! Dabei unterstützt ihn Ren Sharafiev. Der Video-Blogger betreut für Stamm die Social-Media-Aktivitäten sowie Events im In- und Ausland. Viel zu tun, denn alle zwei Wochen lanciert Stamm zwei neue Biere. Echter Hochleistungssport! 

Ren, der vom Homeoffice aus arbeitet, fährt für seinen Job mindestens einmal wöchentlich in die Brauerei. Sie liegt in Nowomoskowski, knapp zwei Stunden per Metro und Taxi südwestlich des Zentrums. Der Neumoskauer Bezirk ist eines der beiden neugeschaffenen Entwicklungsgebiete auf den 2012 eingemeindeten, riesigen Stadterweiterungsflächen. Dort betreibt Stamm Brewing seit 2011 ein 10-hl-Sudhaus sowie ein gut besuchtes Gasthaus, in dem westlich inspirierte Burger und Pizza sowie gute russische Suppen serviert werden.
 
Andrei Ivanov (l.) und Ren Sharafview vor Biergläsern mit verschiedenen Bieren, bereit für eine VerkostungIvanov und Sharafiev im Fasskeller der Stamm-Brauerei (Foto: Sylvia Kopp)

Vom klassischen Lager zu Juicy & Hazy

„Wir haben angefangen mit klassischen Sorten wie deutschem Lager, belgischem Blonde Ale und englischem Stout“, erzählt Andrei. Tatsächlich waren die obergärigen Spezialitäten der belgischen und der englischen Bierkultur die ersten, die bei den Russen die Neugier nach anderen als den gewohnten Biersorten geweckt haben.

2013 rollte die Craft-Beer-Welle an und spülte Stamm-Bier in die Bars der City. Seitdem deckt die Brauerei den gesamten Hype ab und bedient heute alle Trends von Juicy & Hazy über Pastry Stouts bis hin zu fruchtig-sauren und fassgereiften Bieren.

Stamm produziert mittlerweile 1200 hl pro Jahr, davon 70 Prozent in Dosen. Die junge Brauerei beansprucht für sich, die erste Hop Gun (vom deutschen Hersteller Braukon) in Russland zu betreiben.
Und nicht nur das: Der Gang durchs Brauhaus endet in einer Lagerhalle mit hundert Holzfässern – sorgsam markiert und gestapelt – und einigen imposanten Foudres (Holzbottiche). Darüber thront ein Kühlschiff: Willkommen im Wild-Ale-Room von 8 Barrels Brew, einem Projekt, das Andrei zusammen mit einem Freund gestartet hat und nun allein weiterführt. „Alle sagen ,wow‘, wenn sie dies hier sehen“, lacht Andrei. „Ich sehe nur Arbeit.“ Das Blenden von spontanvergorenem Fassgereiftem braucht nicht nur biochemische Analysen und sensorisches Können, sondern schlichtweg Erfahrung. Unermüdliches Training! Andrei bleibt dran, auch in dieser Disziplin.

 
Screenshot der Suchergebnisse zu Zagovor auf untappd.comDie Ratingplattform Untappd.com spornt Moskaus Craft Brauer zu Höchstleistungen an (Foto: Screenshot der Suchergebnisse zu Zagovor auf untappd.com)

Untappd.com als Motor der Craft-Beer-Bewegung

Kollaborationen verhelfen ihm indes an die Spitze. So hielt sich der Stamm-Gemeinschaftssud mit Zagovor, Sour Passion Party, 6 Vol.-Prozent, ein Wild Ale mit Flavour, wochenlang auf Nummer eins der russischen Untappd-Liste. „Untappd ist der Motor der russischen Craft-Beer-Revolution“, sagt Andrei. Dabei geht es nicht allein um die Frage „Senkrechtstart oder Fehlzündung?“, sondern überhaupt um ein hohes Maß an Feedback. „Auf Untappd erfährst du, was die Leute wirklich über dein Bier denken“, so Ren. Sein Chef Andrei rauft sich das nicht vorhandene Haar: „Was wird der nächste große Flavour sein? Wenn ich’s nur wüsste.“ Neues Jahr, neue Trends.

Wenn sich alles immer schneller dreht, dann kommt es umso mehr darauf an, sich auf das zu besinnen, wofür man steht – zu wissen, wer man sein will. Kür statt Pflichtprogramm. Neuschöpfung statt Kopie. Wie wär’s, wenn die russischen Craft Brauer einen eigenen Craft-Beer-Stil erfänden? Etwa so wie die Italiener, die das Italian Grape Ale (IGA) zum nationalen Bierstil erhoben haben?
Andrei schüttelt den Kopf: „Russland hat keine Wurzeln in der Bierkultur. Ich schaue lieber ins Ausland und probiere, was die Jungs dort brauen“, sagt er und lacht: „Oder glaubst du, die Welt braucht mehr Tomato Gose?“

Tatsächlich haben drei russische Brauer – Shagov’s Brewing vom Moskauer Stadtrand, Salden’s Beerhouse aus Tula und JFF Brew aus Ischewsk – das milchsaure Tomatenbier erfolgreich etabliert, mal geräuchert, mal gewürzt wie Bloody Mary. Doch Tomato Gose ist nicht Andreis Gemüse.

Der nächste Schritt von Stamm Brewing geht in Richtung City, wie mir Ren verrät. Ein eigenes Craft-Beer-Restaurant ist das Ziel. „Wir haben die Erfahrung und die Kompetenz“, sagt er. Es gibt viele englische, schottische oder irische Pubs mit Speisekarte sowie belgische Bierrestaurants in der ganzen Stadt. Eine vielfältige Craft-Beer-Auswahl plus anspruchsvolle Küche – das fehle in Moskau noch.
 
Vadim Lapschin, Marc Rauschmann und Mikhail Erschov mit Bierglas im SudhausDie drei Kameraden vom Kollaborationssud im Poet-Sudhaus (v.l.): Vadim Lapschin von Poet, Marc Rauschmann von Braufactum und Mikhail Erschov von Mosbrew (Foto: Sylvia Kopp)

Craft-Beer-Import aus Deutschland

Und auch deutsche Brauer mischen in der Moskauer Gastro-Szene mit. Die Krombacher Beer Kitchen fügt sich gut in die Moskauer Restaurantszene ein: Eröffnet im Mai 2019 im Innenstadtring unweit des Weißrussischen Bahnhofs, serviert das neue Moskauer Bierrestaurant eine burmesisch-deutsch-russische Küche in entspannt-kosmopolitischer Atmosphäre. 

„Die Krombacher Beer Kitchen ist ein Mega-Erfolg“, freut sich Oliver Braun, Managing Director von Krombacher International. Die Investition von Brauerei-Seite sei unbeträchtlich gewesen. Krombacher gehört nach Spaten und Paulaner zu den großen deutschen Importmarken in Russland.

Braufactum gehört zu den Top 3 Craft-Beer-Import-Marken in Russland und findet sich somit in bester Gesellschaft zwischen Brewdog, Goose Island (AB-InBev) und Kona (Craft Brew Alliance).
Vor allem das Braufactum India Pale Ale Progusta, aber auch das Weizen IPA Indra findet man auf einigen Bierkarten der Moskauer Gastronomie sowie in den Regalen des Handels. „Osteuropa wird oft vernachlässigt. Das ist wie ein blinder Fleck. Da will keiner hin“, sagt Braufactum-Braumeister und Geschäftsführer Marc Rauschmann. Der Markt für Craft Beer in Russland sei klein, aber sehr dankbar, wenn man sich persönlich einbringe. Regelmäßig hat Braufactum beispielsweise am Craft Depot Festival teilgenommen. „Hut ab, was die in Moskau auf die Beine stellen“, so Rauschmann.
 

 

Mikhail Erschov (l.) und Alexander AxelChef-Brauer Mikhail Erschov (l.) und Alexander Axel, Geschäftsführer von Wolf’s Brewing (Foto: Sylvia Kopp)

Craft Beer mit Konzern-Mutter

Aus dem Hause Mosbrew – einem Konzern mit acht Mio hl Gesamtkapazität, der zudem beim Bierimport extrem aktiv ist – stammt das größte russische Craft Beer-Unternehmen. Wolf’s Brewing ist ein Projekt der großen Mutter Mosbrew, rechtlich jedoch unabhängig. Die Brauerei produziert jährlich rund 140.000 hl Bier. Einen Großteil davon nimmt die Lizenzproduktion für andere Craft-Beer-Marken ein, rund 35.000 Hektoliter entfallen auf Wolf’s-Biere.

Gebraut wird an verschiedenen Standorten: bei Mosbrew, in der Braustätte der übernommenen Poet Brewery, die im neuen Geschäfts- und Kunstviertel Arma (einem ehemaligen Gaswerk nahe der Innenstadt) liegt, und in einem neuerworbenen Brauhaus in Sankt Petersburg.

Wolf’s-Biere werden hauptsächlich im Handel vertrieben – im Portfolio gängige Sorten wie Lager, Cider, American Pale Ale, India Pale Ale, Fruchtbier, eine Met-Variante, Hopfenweißbier und Porter. Man ist sich seiner Rolle bewusst: „Wir wollen Craft Beer brauen, das sich jeder leisten kann“, sagt Geschäftsführer Alexander Axel. 
Seine Brauerei hat auch die Gründung des Craft Brauer-Verbandes Craft Depot initiiert, dem er jetzt als Präsident vorsteht. Der Verband wirbt in eigenen Online- und Print-Medien sowie mit dem alljährlich im August stattfindenden Craft Depot Festival für seine 50 Mitglieder und fürs Craft Beer an sich.
 

Von 16. bis 18. März 2021 findet die Beviale Moscow 2021 in der Eventlocation Main Stage in Moskau statt.

Der Russische Bier Award Rosglavpivo wird in diesem Jahr im Rahmen der Beviale Moscow verliehen. Mehr Informationen findet Ihr hier: https://beviale-moscow.com